01 · Ein altes VerbotIn der Regel geht es um Minen
Die Verordnung nennt Minen und explosive Gegenstände als Grund - nicht den Naturschutz.
Kutter liegen still · Familien verlieren ihr Einkommen
Seit Generationen fischen wir im Wattenmeer nach Nordseegarnelen. Nun wurde uns beinahe über Nacht die Lebensgrundlage entzogen. Ihre Unterstützung hilft uns, für unsere Fischerei und unsere Zukunft zu kämpfen.
* Nach Angaben von Rømø Fiskeriforening

Wir sind Krabbenfischer von Rømø. Unsere Spezialkutter, Fanggeräte und Erfahrung sind auf eine Fischerei ausgerichtet, von der Familien hier seit Generationen leben.
Die dänische Verordnung Nr. 135 von 2005 verbietet in einem Gebiet westlich von Rømø und Mandø die Fischerei mit grundberührenden Fanggeräten. Als Begründung nennt sie Minen und andere explosive Gegenstände auf dem Meeresboden. Nach vielen Jahren bekannter Fischerei begannen die Behörden 2026, das Verbot durchzusetzen.
Während die Sicherheitslage geprüft wird, laufen Kredite, Versicherungen und die Rechnungen der Familien weiter. Nach Angaben von Rømø Fiskeriforening sind acht Kutter betroffen. Unter den besonders hart Getroffenen sind vier junge Existenzgründer unter 30 Jahren.
Ich möchte helfenSpezialisierte Krabbenfischerei
Die Genehmigungsbedingungen schreiben ein selektives Schleppnetz mit Siebnetz vor, durch das Beifang wieder entweichen kann. Die Kurrbäume dürfen höchstens 10 Meter lang sein, vor dem Grundtau dürfen keine Ketten eingesetzt werden, und die Sortierung muss unter ständiger Wasserzufuhr erfolgen.
Fang, der nicht behalten wird, gelangt direkt zurück ins Meer. Das sind verbindliche Vorgaben für die Fischerei — keine bloßen Absichtserklärungen.



Was zeigt die Forschung? Der Thünen-Bericht zeigt, dass die Tiergemeinschaften auf den untersuchten Fein- und Mittelsandböden bei geringer Fischereiintensität widerstandsfähig sind. In der Gesamtbetrachtung der Versuche fanden die Forschenden keine statistische Häufung von Effekten nach der Befischung. Bei einzelnen Arten gemessene Wirkungen wurden mit einer Dauer von 13–20 Tagen berechnet. Die Ergebnisse weisen damit auf eine von Natur aus dynamische Meeresumwelt hin, die bei geringer Fischereiintensität widerstandsfähig ist.
Die entscheidende Frage
Warum wurde unsere Fischerei mit sofortiger Wirkung gestoppt, obwohl die Prüfung der Sicherheitslage noch nicht abgeschlossen war?Dokumente ansehen ↗
Das Verbot wurde nicht erst 2026 erlassen. Neu ist seine konsequente Durchsetzung nach Jahrzehnten offener, behördlich bekannter Fischerei.
Sicherheitsvorschriften beschränken in bestimmten Gebieten den Einsatz grundberührender Fanggeräte wegen Minen und anderer explosiver Gegenstände.
Die Verordnung Nr. 135 vom 4. März 2005 legt die Verbotsgebiete westlich von Rømø und Mandø fest.
Die Nordseekrabbenfischerei wird in dem Gebiet über viele Jahre betrieben, ohne dass das Verbot konsequent durchgesetzt wird.
Die dänische Naturschutzvereinigung teilt mit, dass die dänische Katastrophenschutzbehörde das Verbot künftig durchsetzen werde.
Der Minister erklärt, die Katastrophenschutzbehörde habe ein Verfahren eingeleitet, um zu prüfen, ob die Vorschriften an die veränderte Sicherheitslage angepasst werden sollten.
Während wir auf eine Entscheidung warten, verlieren die Kutter Einnahmen, die Besatzungen Arbeit und die Familien ihre finanzielle Sicherheit.
Das Verbot ist alt. Die konsequente Durchsetzung ist neu — und die Folgen sind bereits schwerwiegend.
Die Verordnung nennt Minen und explosive Gegenstände als Grund - nicht den Naturschutz.
Die offen betriebene und behördlich bekannte Krabbenfischerei wurde viele Jahre fortgeführt. Im Mai 2026 begann die Durchsetzung des Verbots.
Während die Behörden die Sicherheitslage prüfen, müssen Kredite für die Kutter, Versicherungen und die Rechnungen der Familien weiterbezahlt werden.
Rømø Fiskeriforening berichtet
Hinter jedem Kutter stehen Familien, Kredite, Arbeitsplätze und langjährige Erfahrung. Für die jüngsten Kapitäne kam der Fischereistopp kurz nachdem sie in ihre Zukunft auf See investiert hatten.
Der Verein verlangt keine Sonderbehandlung. Er fordert eine schnelle, sachlich fundierte Entscheidung, solange die örtliche Fischerei noch gerettet werden kann.
Pau Schramm · Vorsitzender, Rømø Fiskeriforening
Nach Angaben von Rømø Fiskeriforening arbeiten die Fischer seit Jahrzehnten in diesem Gebiet, ohne dass es zu einem Minenvorfall gekommen ist. Sie fordern eine schnelle Entscheidung und die Möglichkeit, weiterzufischen, während die Behörden die Sicherheitslage prüfen.
Wer über unsere Darstellung hinausgehen möchte, kann hier die Originaldokumente lesen.
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